Inspiration: Weihnachtstörtchen

Seit einigen Tagen stellt sich mir die Frage, was wir wohl an Heiligabend essen werden. Wie jedes Jahr ist meine komplette Familie bei uns zum Fest. Im letzten Jahr hat meine Mutter das Essen übernommen, aber dieses Jahr bin ich wieder an der Reihe. Da das Hauptgericht sehr viel Arbeit in Anspruch nimmt, soll das Dessert schnell und einfach gehen und trotzdem ein Hingucker sein. 

Über die Dessertwahl habe ich mir lange Gedanken gemacht und dann wurde ich von der Muse geküsst. Heraus kamen: Weihnachtstörtchen! Wirklich einfach soll es werden, deshalb backe ich einen Tag vorher, also am 23.12. einen von uns heißgeliebten Kuchen.

Aber wie wird daraus in kurzer Zeit etwas Besonderes?

Ganz einfach! Aber zuerst zeige ich euch, wie ich die Deko dafür herstelle.

Zutaten für die Deko der Weihnachtstörtchen:

Fondant
Farbpasten
Glitzerpuder (aus der Backabteilung)
Streudeko (z.B. Sterne)

Ich habe ehrlich gesagt noch nie zuvor mit Fondant gearbeitet. Aber wenn man ein paar Dinge beachtet, ist der Umgang damit gar nicht so schwer. Schlau wie ich bin, habe ich die Törtchen schon einmal ausprobiert, damit ich an Weihnachten keine böse Überraschung erlebe.

Wichtig im Umgang mit Fondant:  er darf nicht in Berührung mit Feuchtigkeit (wie z. B. Sahne) kommen.

Fondant gibt es schon in vielen verschiedenen Farben. Aber da ich ein schönes Hellblau im Kopf hatte,  entschied ich mich für weißen Fondant, den ich dann mit blauber Lebensmittelfarbe gemischt habe. Dafür eignen sich am besten Farbpasten, da sie die Konsistenz des Fondants nicht verändern.  Mit den Farbpasten solltet ihr allerdings unglaublich sparsam sein. Sie sind sehr hoch konzentriert und schon die kleinste Menge reicht für eine deutliche Farbveränderung aus. Knetet den Fondant, bzw. die Menge die ihr braucht erst einmal ein wenig weich, gebt dann die Farbe dazu und knetet sie gründlich ein.

Tipp: Den übrig gebliebenen Fondant könnt ihr in Frischhaltefolie wickeln und z.B. in einer Tupperdose einige Wochen aufbewahren.

Nun kann der Fondant dünn ausgerollt werden. Dazu eignet sich am Besten ein spezieller Ausrollstab für Fondant, aber auch ein normales Nudelholz kann genutzt werden. DIESER von Tedi eignet sich dafür zum Beispiel sehr gut und kostet nicht viel.


Zum Ausrollen empfiehlt es sich, die Arbeitsfläche mit Bäckerstärke einzustreuen. Dadurch klebt der Fondant nicht fest und sie lässt sich z.B. mit einem Pinsel restlos vom Fondant entfernen. Bäckerstärke bekommt ihr mittlerweile schon in fast jedem Supermarkt zu kaufen.

Zum Ausstechen kann man jede beliebige Form nehmen. Ich habe mich für die Eiskristall & Sterne Ausstecher mit Auswurf (siehe erstes Bild oben) entschieden, die ich bei REWE für 1,79 € im Zweierpack gekauft habe. Das Besondere an den Eiskristallausstechern: sie haben einen integrierten Prägestempel, mit dem man ein Muster in den Eiskristall stempeln kann.

Nachdem die Motive dann ausgestochen sind, habe ich sie mit schimmerndem Puder bepinselt. Dafür könnt ihr ganz einfach einen Lidschattenpinsel nutzen, ein Blendepinsel eignet sich dafür hervorragend. Er sollte natürlich, ob neu oder nicht gründlich gereinigt sein. Am besten nehmt ihr ein mildes Spülmittel oder eine möglichst neutrale Seife dafür.

Wenig Aufwand und ein ganz tolles Ergebnis. Fertig ist die Deko.

Tipp: die Fondant Deko schon 2 bis 3 Tage vorher herstellen, so kann der Fondant gut aushärten.

Für die Weihnachtstörtchen werde ich zu Heiligabend einen Nesquick Kuchen backen. Das Rezept zeige ich euch in den nächsten Tagen, denn Nita und ich wollten den Kuchen ohnehin zum Nikolaus backen.

Natürlich könnt ihr auch eure Lieblingskuchen als Grundlage backen. Je nach Geschmack und Vorlieben.

Zum Ausprobieren habe ich einen missglückten Bisquitkuchen genommen, so hat er doch noch seinen Dienst erfüllt. Den Kuchen am Besten noch einen Tag nach dem Abkühlen abgedeckt zur Seite stellen. Dadurch krümelt er weniger beim Aufschneiden der beiden Hälften für die Füllung.

Damit aus diesem Kuchen nun Törtchen werden, habe ich sie mit Dessertringen (ca. 7,5 cm Durchmesser) ausgestochen. Ihr könnt euch auch für eine andere Form entscheiden, je nach Lust und Laune.

Um die Törtchen füllen zu können, schneide ich nun den Kuchen mit einer Tortensäge in der Mitte durch. Solltet ihr keine Tortensäge besitzen, könnt ihr auch ein großes glattes Messer nutzen.

Tipp: dreht den Kuchen beim Schneiden mit, so bekommt ihr eine gleichmäßige Form hin.

Bei der Füllung kann man es sich nun auch ganz einfach machen. Nehmt einfach Sahne. Sahne schlagen ist wirklich wahnsinnig schnell gemacht. Ihr könnt die Sahne noch aufpeppen, indem ihr während des Schlagens noch Kakaopulver, Zimt, Instant Kaffeepulver (für Kinder natürlich entkoffeiniert!) etc. dazu gebt. Bei mir kommt auf einen Becher Sahne 1 EL Kakaopulver und ein halber EL Instant Kaffeepulver.

Mit der Sahne habe ich dann jedes Törtchen in der Mitte befüllt und das ein oder andere Oben bestrichen.

Da ich aber diesen „Nackt“-Look bei Torten sehr gerne mag, kommt die Sahne nur auf ca. 1/3 der Törtchen oben drauf.



Solltet ihr die Fondant Deko (wie beim mittleren Weihnachtstörtchen) auch in die Sahne stecken wollen, macht dies bitte erst direkt vorm Servieren! Der Fondant löst sich sonst  leider auf.

Ich bin von der Idee und dem Ergebnis begeistert und freue mich schon darauf mit meinen Kindern an Weihnachten ein vorzügliches Dessert zu backen und meiner Familie zu servieren.

PS: die Törtchen sind super für Kinder geeignet. Alleine oder mit ein wenig Hilfe ein Backspaß für Groß & Klein.

Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit

Eine Antwort auf „Inspiration: Weihnachtstörtchen“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.