Resteverwertung: Kartoffelbrei

Ich hasse es Lebensmittel wegschmeißen zu müssen. Seien es Sachen, die man im Schrank vergessen hat, Brot das zu trocken geworden ist oder Reste vom Vortag.

Besonders Kartoffelbrei ist etwas, was bei uns grundsätzlich übrig bleibt. Egal wieviel ich davon koche, ich habe immer einen Rest.

Deshalb habe ich beim letzten Mal absichtlich zuviel gekocht, weil ich etwas ausprobieren wollte. Da uns Kartoffelbrei nur frisch schmeckt und wir nicht auf die Idee kommen würden ihn am nächsten Tag zu essen, dachte ich: „wieso nicht den Kartoffelbrei wie ein Schnitzel parnieren?“

Gedacht|getan: Ich habe es einfach gewagt.

Zutaten Kartoffelbrei parniert:

  • Kartoffelbrei vom Vortag

  • Eier

  • Mehl

  • Parniermehl

 

Tipp: uns schmeckt nur das fertige Paniermehl von LEIMER. Besser ist natürlich Paniermehl aus den Resten alter Brötchen. Habt ihr also Brötchen vom Wochenende übrig schmeißt sie nicht weg. Lasst sie trocknen und macht daraus euer eigenes Paniermehl.

Ich kann hierfür keine genauen Mengenangaben geben, da es immer von der Menge des Kartoffelbreis abhängt. Daher wird es auch kein Rezept zum Download geben.

Kartoffelbrei ist ein bisschen eine matschige Angelegenheit. Ich kann euch sagen, dass ich das nicht so oft machen werde. Da es bei uns aber selten Kartoffelbrei gibt, wird sich das zukünftig in Grenzen halten.

Bestreut eine Arbeitsfläche mit wirklich reichlich Mehl, drückt den Brei mit bemehlten Händen etwas flach und bestreut auch diesen mit reichlich Mehl. Rollt den Teig nun mit Hilfe von Teighölzern auf 10 mm aus. Ihr könnt den Teig nun mit Keksförmchen ausstechen (perfekt für Kinder) oder schneidet ihn einfach in Stücke.

Bevor ihr mit dem panieren beginnt, kann ich euch nur empfehlen die fertig ausgestochenen Teile noch für einige Minuten in die Gefriertruhe zu geben. Ich habe es leider nicht getan und das panieren wurde dadurch etwas schwieriger. Man lernt nie aus :-).

Jetzt wird kein Schitzel paniert sondern der Kartoffelbrei. Die Breiplätzchen erst in Mehl wenden (danach leicht abklopfen), durch gequirltes Ei ziehen und zum Schluss in Paniermehl welzen.

Nun müssen die Breiplätzchen noch frittiert werden. Da ich keine normale Fritteuse benutze und auch das frittieren und braten in der Pfanne nicht so gerne mag, mache ich das im Ofen. Irgendwann kam mir die Idee, dass das auch funktionieren müsste. Und so gibt es bei mir Dinge wie Schnitzel und Würstchen auch nur noch „gebacken“.

Pinselt dafür das Backpapier auf eurem Backblech mit ein wenig Öl (wirklich nur so viel wie nötig) ein und legt die Breiplätzchen darauf. Nun müssen diese auch noch mit ein wenig Öl bepinselt werden.

Gebt sie in den auf 200°C Umluft vorgeheizten Backofen. Dort dürfen sie nun 2 x 15 Min. backen. Nach den ersten 15 Min. einmal wenden.

Danach kommen sie wirklich knusprig und goldbraun heraus.
Ihr könnt sie nun als Beilage oder auch alleine essen.

Uns haben sie allerdings warm nur ok geschmeckt, abgekühlt dafür aber wahnsinnig lecker. Daher waren sie auch Ruckzuck aufgegessen.


Dieses Rezept habe ich erst einmal ohne die Kinder probiert, Miguel hat aber schon angedeutet, dass er beim nächsten Mal wieder der Koch ist.

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