Rezept: Nougat-Schoko-Plätzchen

Nougat-Schoko-Plätzchen sind definitiv nichts für die schlanke Linie, aber darum geht es in der Weihnachtszeit ja gewiss nicht.
Durch die Füllung aus Nougat und Schokolade, haben es diese Plätzchen leider ein bisschen in sich. Dafür enthält der Teig nicht ganz so viel Zucker. Immerhin beruhigt es das Gewissen etwas  ;).

Aber Kinder machen sich Gott sei Dank noch keine Gedanken darüber und sollen sie auch nicht, da der Spaß am Backen im Vordergrund steht.
Natürlich achte ich auch darauf, dass meine Kinder wissen, dass zuviel Zucker nicht gut ist und schaffe schon jetzt ein Bewusstsein für ausgewogene Ernährung. Doch manchmal  ist Naschen gut für die Seele. Vor allem gehört es für mich definitiv zur Weihnachtszeit dazu. Als Kind habe ich mich immer wie Bolle darauf gefreut und es war eines der schönsten Erlebnisse in der Vorweihnachtszeit.

In jeden Fall ist das ein Rezept für alle Schokoliebhaber. Selbst mein Sohn, der eher der Herzhafte Typ ist, liebt sie auch sehr und hat schon einige davon verputzt.

Zutaten für die Nougat-Schoko-Plätzchen:

  • 450g Mehl
  • 300g Butter in kleinen Stücken (ich nehme zum backen immer Sanella)
  • 140g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker (bzw. 1 EL)
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eigelb
  • 4 EL Backkakao

Für die Garnierung:

  • 200g Nougat
  • 150-200g Kouvertüre



Die Zubereitung ist wirklich easy und Nita hat so ziemlich Alles alleine gemacht. Ihr gebt einfach alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel.

Tipp: hebt das Eiklar der Eier auf. Ihr könnt sie noch anderweitig verwenden, z.B. für Baiser oder Makronen.

Sie werden nun gut mit den Knethaken eines Mixers oder mit einer Küchenmaschine verknetet. Da der Teig jedoch recht schwierig zu kneten ist, hat Nita auch nur den Anfang selbst gemacht und dann an mich übergeben.

Habt ihr alles zu einem glatten Teig verknetet, ist das Gröbste auch schon erledigt. Der Teig muss nun noch für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Ich lege ihn am liebsten in die Tiefkühltruhe, da ich es immer als einfacher empfinde, wenn der Teig nicht ganz so weich ist.

Den Ofen solltet ihr jetzt auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Wenn der Teig dann soweit ist, sucht ihr euch eure liebsten Ausstechformen aus und rollt den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn (ca. 3 mm) aus.
Ich empfehle dafür immer Teighölzer, wie zum Beispiel diese von Städter (KEIN Affiliate Link). Damit ist garantiert, dass wirklich alle Plätzchen die gleiche Höhe und somit auch die gleiche Backzeit haben.




Ihr könnt jede Art von Ausstecher nehmen. Da sie aber noch gefüllt werden, solltet ihr darauf achten, mit jedem Ausstecher immer doppelt auszustechen. Wir haben uns daher nur für Sterne entschieden. Die Kinder haben das auch sofort ausgenutzt und schon bevor ich sie füllen konnte, heimlich immer mal einen genascht. Aber wer macht das nicht :).

Habt ihr ein Blech mit Keksen bestückt (sie können ruhig nah aneinander gelegt werden, da sie kein Backpulver enthalten und im Ofen nicht auf gehen) kommen sie direkt für 7-10 Min. in den Ofen. Bei uns haben sie 9 Min. gebraucht bis sie so waren, wie ich sie gerne haben wollte.



Wundert euch nicht, dass sie relativ weich sind, das sind sie auch noch nach dem Abkühlen. Wenn ihr sie aber lieber knuspriger haben möchtet, lasst sie einfach noch 2-3 Min. länger im Ofen.
Legt sie anschließend auf ein Abkühlgitter und lasst sie dort, bis sie vollständig abgekühlt sind. Das ging bei uns wirklich relativ schnell.
Insgesamt haben wir 4 Bleche voll bekommen, was bei uns ca. 80 (eher noch ein paar mehr) doppelte Kekse ergeben hat.

Die Dekoration habe ich dann ganz alleine übernommen, weil Nita diesen Teil der Arbeit nicht soooo gerne macht. Als kleine Perfektionistin mag sie nicht, wenn etwas daneben geht. Da es mittlerweile auch schon sehr spät wurde, haben wir die Plätzchen über Nacht in einer Dose geparkt. Am nächsten Morgen habe ich dann direkt damit begonnen den Nougat zu schmelzen.




Dafür habe ich den ganzen Block einfach in einen Gefrierbeutel gegeben und diesen oben zugeknotet.

Tipp: der Gefrierbeutel ist super geeignet, wenn ihr keinen Spritzbeutel euer Eigen nennt. Und ein weiterer Vorteil: die Größe der Spritzöffnung kann beim Gefrierbeutel auch selbst bestimmt werden.

Zum Schmelzen einen Topf Wasser aufkochen, den Herd dann ausschalten und das Nougat hinein legen, bis es flüssig ist.
Von dem Beutel habe ich unten nun eine kleine Spitze abgeschnitten und das flüssige Nougat auf je einen Keks gespritzt (bei der Menge müsst ihr euch ausprobieren) und dann mit dem zweiten Keks zugedeckt.

Sobald ihr alle Kekse fertig befüllt habt, legt ihr sie in den Kühlschrank zum fest werden oder aber ihr macht gleich mit dem nächsten Schritt weiter.
Ich hatte mich aber erst einmal für eine kleine Kaffee Pause entschieden :-).

Und damit die Plätzchen auch zu ihrem Namen, den Nougat-Schoko-Plätzchen kommen, wird dann die Schokolade in einem Wasserbad geschmolzen. Dazu kommt die zuvor klein gehackte Schokolade in eine kleine Schale (bestenfalls aus Metall) und wird auf einen Topf gesetzt, in dem zuvor Wasser aufgekocht wurde.

Wenn ihr möchtet, dass die Schokolade keinen Grauschleier, sondern einen schönen Glanz bekommen, schmelzt zuerst nur 2/3 der Schokolade und sobald diese komplett flüssig ist, nehmt die Schale vom Wasserbad herunter und mischt das letzte Drittel unter. Das ist die sogenannte Impfmethode. Denn der Grauschleier, den ihr bestimmt auch schon auf Schokolade gesehen habt, kommt daher, dass die Schokolade falsch temperiert wurde. Durch das Untermischen des letzten Drittels, kühlt die Schokolade auf die richtige Temperatur herunter und ist somit bereit, um sich auf den Plätzchen niederzulassen.


Nun könnt ihr die Kekse zur Hälfte, ganz oder wie auch immer ihr es mögt in die Schokolade tauchen.
Am besten legt ihr die Kekse dann auf ein Abkühlgitter, damit die überschüssige Schokolade ablaufen kann. Ich habe aber immer keine Lust, dass Gitter sauber zu machen, also nehme ich mit einem Teigschaber die überschüssige Schokolade am Rand ab und lege die Kekse dann auf ein Backpapier zum Trocknen.

Die Kouvertüre reicht in etwa für knapp über die Hälfte der Plätzchen. Solltet ihr alle damit verzieren wollen (was ich im nachhinein getan habe), müsst ihr ein wenig mehr Schokolade dafür schmelzen.

Tipp: falls Kouvertüre übrig bleibt, könnt ihr daraus super Schoko Crossies machen. Ihr mischt unter die noch flüssige Kouvertüre Cornflakes und setzt kleine Häufchen von der Mischung auf ein Backpapier. Ihr könnt aber auch z.B. gehackte Mandeln oder jede andere Art von gehackten Nüssen in die Schokolade geben. Auch sehr lecker!



Ich liebe diese Plätzchen und sie sind für mich die Besten, die ich je gegessen habe. Nita und auch Miguel, der wie schon erwähnt, kein Schokofan ist, können kaum die Finger davon lassen.

Guten Appetit

Nougat-Schoko-Plätzchen<– hier das Rezept zum Download

2 Antworten auf „Rezept: Nougat-Schoko-Plätzchen“

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